28.05.2008

Bestbetiteltst

Und da war wohl jemand nach der irren Über- auch bei der Mega-Bildunterschrift noch richtig in Fahrt:


»Mourinho: einer der bestbezahltesten Trainer der Welt«

(Davon mal abgesehen: Irgendwie ermüdend, diese ständigen irren Mega-Dinge, diese Wirbel um, dieses Entsetzen bei, diese Skandalsachen, oder?)

25.05.2008

Dinge III

Noch mehr Dinge, die man ruhig mal gemacht haben sollte:

  • eine(n) völlig Fremde(n) zum Abendessen einladen oder wenigstens zu einem Eis
  • eine Apfelsine mit Schale essen
  • alle Erdteile besuchen
  • nachts an einer einsamen roten Fußgängerampel auf grün warten

17.05.2008

Unleicht

Erinnern Sie sich noch an den kleinen Multitasking-Test? Ja? Dann vergessen Sie den mal schnell wieder – und versuchen Sie doch mal folgendes Spielchen zum Thema Gleichzeitigkeit:

Spielchen zum Thema Gleichzeitigkeit »

Irgendwie: unleicht.

15.05.2008

Bahnbrechendes

Es sind ja immer die Kleinigkeiten. »Bitte erst die Leute aussteigen lassen!« In diesem kleinen Satz liegt die ganze Tragik des Weltgeschehens. Man hört ihn gelegentlich in U- und S-Bahnstationen, wenn Zug und Steig körperkontakterzwingend voll sind, weil ein Großereignis die Menschen zusammenführt.

Ist das nicht ganz und gar irre? Daß man darauf aufmerksam machen muß? Und man muß tatsächlich; das weiß jeder, der dabei war, wenn es in entsprechenden Situationen nicht geschah. Leute streben in Waggons, unbeeindruckt von den im Wege anzutreffenden Aussteigewilligen; unbeeindruckt von der Mühsal, bisweilen auch der Vergeblichkeit des Drängens. Manchmal hilft nicht einmal die Hilfestellung aus dem Lautsprecher.

Wir kritisieren hier nicht in erster Linie die beklagenswerte Ungeduld, auch nicht das völlige Fehlen eines gewissen Höflichkeitsempfindens. Werteverfall? Pff. Treibstoff all das, kein Zündstoff. Kaum zu fassen ist vielmehr diese bemerkenswerte Blödheit. Die Unfähigkeit zu erkennen, daß der eingeschlagene Weg so offenkundig nicht nur nicht zum Ziel, sondern gleichsam davon wegführt; nicht auf verschlungenen, schwer zu überschauenden Pfaden, sondern ganz direkt. Sofort. Sichtbar. Spürbar.

Heute wird hier der ganz große Bogen gespannt: Das – genau das – ist die Antwort auf die Frage, warum es Leid gibt auf der Welt. Solange man Menschen darauf hinweisen muß, es sei der Neubefüllung einer Sache dienlich, sie zuvor zu leeren – solange wird viel zu klagen sein. Solange man »Bitte erst die Leute aussteigen lassen!« rufen wird – solange werden auch ganz andere merkwürdige Dinge auf der Welt geschehen.

12.05.2008

Photoechos exotisch

[...]
»Teig a piektschühr of me, eim a muwiestar!« Das trifft mich unvorbereitet.

»I'm a movie star!« - Paul
Paul© netzwort.de

»Teig a piektschühr of me, eim a muwiestar!« Ein dunkelhäutiger Mann mit bunter Mütze schaut mich an. Ich schaue ihn an, dann schaue ich auf die Kamera in meiner Hand. Nur vorsichtshalber habe ich sie dabei. Man weiß ja nie. Zum Beispiel falls mal einer mit bunter Kopfbekleidung fordert ...

»Teig a piektschühr of me!« Tatsächlich muß ich mir das zweimal sagen lassen; ich bin etwas überrascht vom Auftritt des bunten Mannes. Auch ist Mach' mal ein Bild von mir! nicht genau das, womit man sich für gewöhnlich auseinanderzusetzen hat, wenn Fremde mit Blick auf die Kamera das Thema Photographie anschneiden. Die Situation wollte erst begriffen sein. So. Na klar. Okay, denke ich und sage: Okay.

Ich schaue aufs Display und stelle fest, daß das Bild exakt so aussieht wie das, was es ja auch ist: irgendein spontanes Photo von einem lustigen Vogel auf der Treppe der S-Bahn-Station Stadthausbrücke. Währenddessen erklärt Bunthut, er heiße Paul Soundso und komme aus Jamaika. Er sei Filmstar, und man könne das auf seiner Webseite nachsehen.

Lieber würde ich ein zweites Bild machen – wenn man schon mal einen photoaffinen movie star from Jamaica trifft –, aber da schlendert Paul schon davon.

Immer in Eile. Diese Filmstars.
[...]

08.05.2008

Welchen denn?

Erst jetzt, »Antifaschistische Aktion«,

folgenden Aufkleber an einem Laternenpfahl entdeckt:


»1. MAI – NAZI FREI!«


Das reimt sich gut. Auch am Versmaß gibt es wenig zu bemängeln. Aber nächstes Jahr dann vielleicht lieber zusammenschreiben? Hinten das? Damit nicht die Falschen kommen.

Da nich für!

06.05.2008

Summer in the Baustelle of HafenCity



© netzwort.de » photographie


Nachtrag 7. Mai: Was ist das eigentlich für ein blöder Titel? Man wird ihn ändern müssen.

05.05.2008

Reflex

»Ein scharfes ›ß‹ ist jedoch grafisch betrachtet kein schöner Buchstabe.« (Reiz)

»Wohl(Reaktion)


»Würden meine Hamburger so aussehen, würde ich mir im übrigen eine gewisse Zurückhaltung bei Anmerkungen zur Ästhetik auferlegen. Und was soll überhaupt ein ›scharfes ß‹ sein?« (P.S.)

03.05.2008

Nachgeschärft

In »Harry außer sich«, 1997 gedreht, war Allen dann weite Strecken des Films über unscharf zu sehen, was einerseits ein überraschender visueller Gag ist, zugleich aber zeigt ...
(sueddeutsche.de)

... wie überraschend kurz auch weite Strecken sein können. Woody Allen ist vielleicht anderthalb Minuten im Film (der dann doch deutlich länger dauert) unscharf – davon nicht mal die ganze Zeit zu sehen.

(Kann denn jemand unscharf sein, wenn er gar nicht zu sehen ist? Diesen Ausflug ins Philosophische aber möchten wir hier unterlassen. Wir möchten hier klugscheißen.)

Auch unscharf im Film zu sehen ist Robin Williams, der allerdings nicht nur nicht Woody Allen ist, sondern das auch noch nur kurz: eine der vielen Episoden lang. Weite Strecken sehen ganz anders aus.

Eine weite Strecke ist zum Beispiel der Weg vom überraschenden visuellen Gag hin zu ...

... Jazz und Klarinette, Bergmann und Existenzialismus.

Wenn er auch nur wenige Worte dauert.

02.05.2008

Tatort Barmbek: der Augenzeugenbericht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ps: (Genau. Total verpennt, die Sache; und das noch nicht mal im wörtlichen Sinne. Einfach so. Ärgerlich! Jetzt mal motivmäßig gesehen.)

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